- 12.12.2025
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Beim Einkaufen oder beim Arztbesuch mal eben den Auto-Akku laden: Strom tanken soll im ELE-Land überall ganz bequem möglich sein. Dafür treibt die ELE den Ausbau der öffentlichen Ladestationen voran. Und macht die Region elektrisch mobil.
Wochenmarkt in Gladbeck-Mitte: Zwischen frischem Gemüse, bunten Blumen und duftendem Brot herrscht geschäftiges Treiben. Am Rand des Marktes summt es leise. Nein, hier sind keine neugierigen Bienen unterwegs. Hier tankt ein E-Auto an der nahe gelegenen ELE-Ladesäule Strom. Während seine Fahrerin ihren Korb an den Marktständen mit Lauchstangen, Möhren und Äpfeln füllt, lädt es sich mit frischer Energie für die Heimfahrt auf.
Im Alltag unkompliziert laden: Dafür schafft die ELE immer mehr Möglichkeiten in Gladbeck, Gelsenkirchen und Bottrop. Schon heute bietet sie E-Auto-Fahrern in der Region mehr als 300 öffentliche Ladepunkte. Man findet sie unter anderem vor Supermärkten, Restaurants, Fitnessstudios, Bankfilialen und Mehrfamilienhäusern. „Gerade für Autofahrer ohne eigene Lademöglichkeit sind solche Orte ideal, da sie dort ohnehin Zeit verbringen“, erklärt Dustin Krotki von der ELE.

Mehr Schnellladestationen
Künftig wird es noch viel mehr davon geben, denn die ELE baut die Zahl ihrer Ladestationen weiter kräftig aus. Und das aus gutem Grund: Die Zahl der Elektroautos in Deutschland steigt deutlich. Fast jedes fünfte neue Auto ist aktuell ein reiner Stromer. Zusammen mit den sogenannten Plug-in-Hybriden machen sie sogar fast ein Drittel der Neuzulassungen aus. Und haben großen Appetit auf Ladestrom. Das schlägt sich in den Strommengen nieder, die die ELE an ihren Ladestationen abgibt, weiß Dustin Krotki: „Die haben sich gegenüber 2020 fast verzehnfacht!“
Auch beim Thema schnelles Laden macht die ELE Tempo: Im Gelsenkirchener Arena Park betreibt sie am Café del Sol bisher zwei Ladepunkte, die das Laden mit bis zu 22 kW ermöglichen. 2026 wird auf dem Gelände an der Adenauerallee nun der erste große ELE-Schnellladepark entstehen.
Der geplante ELE-Schnellladepark im Gelsenkirchener Arena Park
Geplant:
8 HyperCharger mit bis zu 400 kW
Bereits verfügbar:
2 Standard-Ladepunkte mit bis zu 22 kW
Auf rund 1.200 Quadratmetern neuer Parkplatzfläche wird die ELE dort acht Hyper-Charger mit insgesamt 16 Ladepunkten installieren. Jede Säule bietet eine Leistung von bis zu 400 kW. Damit ist der Akku schon nach kurzer Zeit voll. Die Parkflächen sind barrierefrei angelegt. So können sie auch Menschen mit Beeinträchtigungen problemlos nutzen. „Läuft alles nach Plan, beginnt der Bau des Ladeparks im zweiten Halbjahr 2026“, so Dustin Krotki. Ende des Jahres könnte dann alles fertig sein.

Eine kleine Schnelllade-Anlage hat die ELE vor Kurzem bereits in Gelsenkirchen-Buer eingerichtet: An der Königswiese bieten zwei Schnellladestationen vier Ladepunkte und bis zu 200 kW Leistung – zusätzlich zu den beiden Standard-Ladesäulen mit bis zu 22 kW Wechselstrom.
Auch auf anderen Flächen installiert die ELE immer öfter öffentliche Ladepunkte. An Wohnanlagen der Gesellschaft für Bauen und Wohnen in Bottrop (GBB) zum Beispiel betreibt sie zurzeit 14 davon. Und auf dem Parkplatz des Movie Park Germany in Bottrop verdoppelt sie gerade die Anzahl ihrer Ladepunkte von 12 auf 24.
ELE streicht die Blockiergebühren
ELE-Kunden, die ihre Wagen spätabends oder nachts laden, können sich freuen: Zwischen 20 und 8 Uhr müssen sie an Standard-Ladesäulen der ELE keine Blockiergebühren mehr bezahlen. Die sind normalerweise fällig, wenn ein Fahrzeug zu lange an einer Ladestation steht. Künftig muss zu später Stunde nun niemand mehr zum Umparken raus.
„Hier wie an vielen anderen Stellen sehen wir: Der Bedarf an Lademöglichkeiten wächst – und das sogar stärker, als wir zunächst erwartet hatten“, so Dustin Krotki. „Deshalb bauen wir unser Ladenetz konsequent weiter aus.“ Denn als regionaler Versorger will die ELE in Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck für E-Auto-Fahrer der richtige Partner sein und mit der Entwicklung der E-Mobilität in der Region Schritt halten. Dustin Krotki bringt es auf den Punkt: „Wir möchten die Elektro-mobilität für alle zugänglich machen!“
Dafür nimmt die ELE viel Geld in die Hand. In den vergangenen Jahren hat sie mehr als zwei Millionen Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Emscher-Lippe-Land investiert. Und künftig sind sogar jedes Jahr Ausgaben von ein bis zwei Millionen Euro geplant, unter anderem für weitere Schnellladeparks.

Ihr Vorschlag ist gefragt!
Bei der Auswahl der Standorte für neue Lademöglichkeiten orientiert sich die ELE an verschiedenen Kriterien. Darunter zum Beispiel Sichtbarkeit, Erreichbarkeit und voraussichtliche Auslastung sowie die Beseitigung „blinder Flecken“, was die Lade-Landschaft angeht. Außerdem kann jeder und jede eigene Ideen für neue Ladestandorte einbringen: Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Vorschlag unter www.ele.de/ladesaeulenplan auf der inter-aktiven Ladekarte der ELE eintragen.
„Auch hier sehen wir, dass das Interesse an der Elektromobilität riesig ist“, berichtet Dustin Krotki. „Mehr als 1.200 Vorschläge haben uns auf diesem Weg schon erreicht. Und wir prüfen jeden einzelnen. Denn wir wollen, dass unser Ladenetz immer besser wird.“ Damit Stromtanken im ELE-Land bald genauso selbstverständlich ist wie ein Bummel über den Wochenmarkt.


